CSD Dortmund (15. August 2025)
Neben der RuhrPride in Essen war der CSD in Dortmund ein weiterer Termin in meinem Kalender, auf den ich mich sehr freute, denn in Dortmund würden wir sicher auf viele Freunde und Bekannte treffen. Und vermutlich würde es auch unser letzter in dieser Saison sein.
Was das Outfit anging, blieb ich meinem diesjährigen Thema "Genderfluid Silver Rainbow" treu, mit leichten Variationen. Über meine Augen malte ich bunte Regenbögen aus Lidschatten. Außerdem hatte ich ein paar neue, flache Sandalen, die in metallic-Regenbogenfarben glitzerten.
Meine Frau, unsere Hündin und ich fuhren mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Dortmunder Hauptbahnhof. Früher wäre das ein Spießrutenlauf für mich gewesen, heute genieße ich die neugieren Blicke fast. Beim Kamps-Bäcker besorgten wir uns Frühstück. Wie letztes Jahr zum CSD, hatte auch heute meine Lieblings-Bäckereifachverkäuferin "Mausi" keinen Dienst. Schade, aber immerhin durfte sie Mina ja an Rosenmontag kennen lernen.
Der Demonstrationszug sollte wieder auf der Nordseite das Bahnhofs starten. Wie per WhatsApp verabredet, trafen wir dort auf Philipp, den ich ja erst vor zwei Wochen im Burgtorclub kennen gelernt hatte. Leider hat er sich nicht getraut, als Mandy zu gehen, weil er befürchtete, auf seine Eltern zu treffen.
Wir hatten in unserem Hundewagen eine Kühltasche voller Getränke dabei und tranken erstmal alle einen Prosecco. Mit der üblichen Verspätung von 10-15 Minuten setzte sich die Demo in Bewegung. Unterwegs trafen wir auf Ashley, die wie letztes Jahr wieder mit Daniel unterwegs war.
Kurz nach der Ankunft am Friedensplatz, trudelten Jacqueline und Maryon ein. Wir gingen mit ihnen zum Cafe Extrablatt während Philip beim Straßenfest blieb. Als wir gerade mit dem Essen fertig waren, kam auch Rabea, der ich unseren Standort mitgeteilt hatte, und setzte sich noch für ein paar Minuten zu uns bevor wir gingen.
Jacqueline und Maryon wollten mal wieder shoppen gehen, wir anderen gingen zurück zum Friedensplatz. Auf dem Weg begegneten wir Ulla, Flora und ein paar anderen aus dem Burgtorclub. Ulla erzählte, sie mache heute die Tür im Burgtor. Philip trafen wir auf dem Friedensplatz wieder, wo sich auch schon ein paar andere bekannte Gesichter eingefunden haben: "Namen-Vergesser Christian" und sein schielender Mitbewohner Dierk waren ebenso am Start wie Dirk, der "Fliesenzähler", außerdem Jane und ihre Mama.
Rabea bekam allmählich Hunger, wir anderen hatte ja im Extrablatt was gegessen. Sie wollte zur L'Osteria direkt am Friedensplatz. Meine Frau begleitete sie während die anderen und ich mit unserem Hund zwei Bierbänke belegten. Jacqueline und Maryon stießen nach ihrer Einkaufstour ebenfalls dazu. Wir tranken, quatschten, hatten viel Spaß und machten viele Fotos. Ich erfuhr, das Janes Mama Sylvia hieß, aber sie meinte, ich dürfe sie auch weiterhin "Janes Mama" nennen. Ich sagte ihr, dass ich sie klasse fand. Wir wollten später unbedingt zusammen vor der Bühne tanzen.
Unsere Yuna war in ihrer Niedlichkeit natürlich ebenfalls sehr beliebt. Damit sie etwas mehr Ruhe hatte, setzte ich sie in ihren Hundewagen, den ich stets im Blick hatte. Aber als ich einmal kurz abgelenkt war, fragte mich Fliesenzähler Dirk ganz unvermittelt: "Wo ist denn euer Hund?" Ich war kurz in Panik, aber das alte Schlitzohr hatte den Wagen selbst ein paar Meter weiter geschoben, ohne dass ich es bemerkt hatte. Von da an kümmerte ich mich mehr um sie.
Rabea und meine Frau blieben sehr lange in der L'Osteria und ich kontaktierte sie per WhatsApp. Anscheinend waren sie dort unterbesetzt und alle Bestellungen dauerten sehr lange.
Yuna wurde irgendwann immer nervöser und ich wollte mit ihr eine Runde Gassi gehen. Christian wollte mich eigentlich begleiten, aber er verquatschte sich immer wieder. Nach ein paar Minuten wollte ich nicht länger warten und ging allein eine Runde ums Rathaus. Yuna erleichterte sich gleich mehrfach.
Am Ende der Gassi-Runde erblickte ich meine Frau auf dem Friedensplatz, übergab ihr den Hund und ging zur Bühne um zu tanzen. Ich dachte, ich hatte jetzt ja so lange den Hundesitter gespielt, jetzt wäre sie mal dran. Doch sie sah das offenbar anders. Ich tanzte vielleicht gerade mal zehn Minuten, da lief bereits die Schlussnummer auf der Bühne. Meine Frau kam leicht aufgebracht zu mir und meinte säuerlich, sie schnappt sich jetzt den Hund und fährt nach Hause.
Ich war völlig perplex, da ich mir keiner Schuld bewusst war und die anderen um mich herum sahen das ebenso. Aber ich ließ mir davon nicht den Abend vermiesen und blieb. Es war ja gerade mal kurz nach 22 Uhr. Jacqueline und Maryon verabschiedeten sich. Philip seilte sich ab, weil er sich als Mandy zurechtmachen wollte. Wir anderen überlegten, zur Afterparter ins Domicil zu gehen. Ein Passant, der unser Gespräch hörte, meinte, es koste 13 Euro Eintritt. Erwartungsgemäß war das für einige von uns zu viel und wir gingen stattdessen lieber zum Burgtorclub.
Dies sollte mein 45. Besuch im Burgtorclub werden.
weiter mit Trödelmarkt im Westpark (24. August 2025)