12. Februar 2026: Weiberfastnacht mit Kneipentour
An Weiberfastnacht war meine Frau mit Ania, einer langjährigen
Freundin der Familie, bei einer Veranstaltung mit Kartenvorverkauf.
Weil ich nicht alleine zuhause herumsitzen wollte, fragte ich Jane, ob sie Lust auf
eine Kneipentour hätte. Jane war sofort einverstanden und wir trafen uns gegen 20
Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof.
Von
dort fuhren wir ein Stück mit der U-Bahn und gingen den Rest zu Fuß
weiter in unsere erste Kneipe
The Londoner an der
Sonnenstraße, Ecke Hohe Straße. Ich trug mein Meerjungfrauen-Kostüm,
welches ich schon zu Karneval 2019
getragen hatte, lange vor meinem Coming-Out. Jane hatte ein geblümtes
Kleid an.
Wir
tranken beide je ein Bier und zogen
weiter zur
Bude 116 einhalb in der
Saarlandstraße. Dort brachte mir Jane bei weiteren Bieren das
Kneipen-Knobeln bei und wir spielten ein paar Runden.
Währenddessen schickte meine Frau mir per WhatsApp ein paar
Nachrichten. Sie schrieb unter anderem, dass ihre Weiberfastnachtsparty
im Ringhotel Drees ganz in der
Nähe, langweilig und die Luft größtenteils raus sei. Ich erzählte Jane
davon und wir vereinbarten, dass wir sie dort abholen kommen.
Nur wenige Minuten später machten Jane und ich uns auf den Weg. Im
Hotel angekommen fragten wir zunächst an der Rezeption nach der Party. Man sagte
uns, diese sei im sechsten Stock und am besten per Aufzug erreichbar.
Wir fuhren nach oben und befanden uns augenblicklich inmitten vieler
Frauen, die ausgelassen zu Schlagermusik tanzten. Eine Angestellte,
vermutlich die Frau von der Abendkasse, entdeckte uns und wollte uns
direkt wieder hinaus befördern. Doch ich meinte, wir wollten nur
jemanden abholen und seien gleich wieder weg. Da ließ sie uns gewähren und
ich schaute mich ein wenig um. In einem Nebenraum fand ich Ania auf
einem Stuhl sitzend mit ihrem Handy in der Hand. Ich ging auf sie zu und
begrüßte sie. Sie erkannte mich und grinste. Das dürfte das erste Mail
gewesen sein, dass sie mich als Frau gesehen hat. Meine Frau kam kurz
danach von der Toilette und wir verließen die Party zu viert.
Wir gingen zu Fuß zurück in Richtung Innenstadt zur Cocktailbar
Kudo in der Kampstraße.
Unterwegs erklärte ich Ania ganz offen, dass ich genderfluid und immer
öfter als Frau unterwegs sei. Sie nahm es zwar positiv auf, wusste aber
anscheinend nicht genau, wie sie damit umgehen sollte. Sie stellte aber
auch keine Fragen, daher nahm ich es einfach so hin. In der Bar
waren wir die einzigen Gäste und wurden direkt bedient. Jane, meine Frau und ich
bestellten jeweils einen Cocktail, Ania ein Wasser. Wir unterhielten uns
hauptsächliche über die Ereignisse des Abends.
Als wir weiterziehen wollten, verabschiedete sich Ania und fuhr nach
Hause. Wir verbliebenen drei gingen zur Kneipe
Einkehr in der
Hansastraße. Dort kamen wir schnell in Kontakt mit anderen Gästen. Ich
lernte Manu kennen, die lesbisch und mit ihrer Freundin dort war. Manu
hatte einen Narren an mir gefressen und kurze Zeit später knutschten wir
an der Bar miteinander rum. Ihre Freundin fand das scheinbar nicht
so gut und schaute en wenig säuerlich.😠
Es war bereits ein Uhr morgens, als wir die Kneipe verließen. Meine
Frau hatte genug und rief sich ein Taxi. Jane und ich gingen noch in
den Burgtorclub. Dort trafen wir auf
Kathy und lernten einen Manfred kennen, mit dem wir später noch alle
zusammen ins Don
gingen. Aufgrund des Alkoholpegels habe ich leider nicht mehr allzu
viele Erinnerungen an alle Details.
So gegen sechs Uhr hatte Jane die Idee, zu ihr nach Hause zu fahren.
Da ich nichts besseres vorhatte, stimmte ich zu. Eine halbe Stunde
später fand ich mich auf Janes Sofa wieder. Ich bin nicht mehr ganz
sicher, aber ich glaube wir sind den ganzen Weg gelaufen. Was wir dort
im Einzelnen genau gemacht haben, ist mir nicht mehr gänzlich im
Gedächtnis. Wir hatten auf jeden Fall mehr Alkohol, rauchten ein paar
Zigaretten und spielten sogar irgendwas. Ein paar andere Drogen war auch
im Spiel.😵💫
Gegen
morgen kündigte Jane an, dass sie Besuch von einem Sklaven erwartet,
mit dem sie sich verabredet hatte.
Dafür sollten Kathy und ich uns noch ein wenig aufhübschen. Jane gab mir
eine Netzstrumpfhose und einen Kimono. Anschließend schminke sie mich.
Dann klingelte es und Jane ließ einen jungen Mann in die Wohnung. Sie
handelte einen Preis mit ihm aus, doch er machte gleich wieder kehrt,
mit der Ausrede, er müsse noch Geld holen. Wir haben ihn an diesem Tag
nicht wieder gesehen.
Janes Mama kam zwischendurch auch vorbei, um ein wenig nach dem
Rechten zu sehen. Sissy stand irgendwann mit thailändischem Essen vor
der Tür, um uns etwas Gutes zu tun. Ich weiß nicht, was es war, aber
immerhin probierte ich. Ich fand es widerlich, aber Kathy ließ sich
bereitwillig von Sissy füttern.
Mein Zeitgefühl hatte ich an diesem Tag völlig verloren. Es war
bereits nach 18 Uhr, als ich auf die Idee kam, mir ein Uber zu rufen um
endlich nach Hause zu fahren und zu schlafen.😴
14. Februar 2026: Karnevalssamstag in Burg und Don
Nachdem ich vorgestern als Meerjungfrau unterwegs war, sollte es
heute eine Hexe sein. Zumindest stand es so auf der Verpackung. Denn
eigentlich war es nur ein sehr knappes Kleidchen mit extra tiefem
Ausschnitt, den ich nur mit meiner Brustplatte für ein beeindruckendes
Dekolleté füllen konnte.
Besondere Pläne hatte ich keine für heute, aber Burgtorclub geht
immer. Ich war relativ früh dort, es war noch vor 22 Uhr und
dementsprechend relativ leer. Mia stand hinter der Theke und davor saßen
in paar Typen, mit denen ich einige kurze Gespräche führte.
Um kurz nach zehn kam Lisa zum Dienst und etwas später trudelte auch
Mandy ein. Sie erzählte, dass Lilith bei ihr eingezogen sei, und wirkte
sehr glücklich darüber, nicht mehr allein zu sein. Da sie am Anfang noch
nicht viel zu tun hatte, nutzte ich die Gelegenheit, um ein bisschen mit
ihr zu kuscheln. Christian und Dierk erschienen ebenfalls im weiteren
Verlauf des Abends. Dierk war heute wieder als Sophie unterwegs und sah
echt hübsch aus.
Und dann lernte ich die süße Bine kennen. Sie heißt eigentlich Sabine
und ist absolut großartig. Ein bisschen flippig und aufgedreht, aber ich
hatte sie mit ihrer lustigen Art gleich ins Herz geschlossen. Und sie
mich anscheinend auch, denn schon kurz nach dem Kennenlernen wich sie
nicht mehr von meiner Seite. Sie war mit ihrer Freundin Marion dort, die
sich zunächst als Mary vorstellte. Mary war im Gegensatz zu Bine etwas
ruhiger, aber mindestens genauso nett und liebenswürdig.
Wir unterhielten uns und tranken
alle zusammen ein paar Kurze an der Theke. Bine zeigte mir ihr
Tattoo von einer kleinen Biene auf ihrem Handrücken, etwas oberhalb
zwischen Daumen und Zeigefinger. Wenn man es umdrehte, sahen die Flügel
der Biene aus wie ein Paar dicke Eier. Ich weiß nicht mehr, wie es dazu
kam, aber wenige Augenblicke später durfte ich Bines Eier lecken und
wir beide fanden es lustig.😆
Wir verbrachten den ganzen Abend gemeinsam und hatten viel Spaß,
sowohl an der Theke, als auch auf der Tanzfläche oder draußen vor
der Tür beim Rauchen.
Ich
hatte wieder ein paar Joints dabei und teilte sie wie üblich mit den
Umstehenden. Bine wollte aber nicht selber ziehen, sondern lieber
einen Kopfschuss von mir. Der Bitte kam ich nur zu gerne nach, zog
an dem Joint und blies ihr den Rauch direkt in den Mund. Dabei
berührten sich unsere Lippen und Bine drückte mich fest an sich. Wir
wiederholten das mehrmals und ich durfte sie noch ein paar Mal auf
den Mund küssen. Sie fand meinen Pelzmantel toll und betonte auf
ihre unnachahmliche und liebenswerte Weise immer wieder, wie
kuschelig doch mein Mantel sei und knuddelte sich an mich heran, was
ich mir nur zu gerne gefallen ließ. Außerdem tauschten wir unsere
Telefonnummern aus und haben seitdem viel Online-Kontakt miteinander.🥰
Gegen vier Uhr morgens kam der Vorschlag auf, noch zum Don-Club
zu gehen. Christian hatte Angst, nicht eingelassen zu werden, weil
er dort vor längerer Zeit mal Hausverbot bekommen hatte, und bat mich,
ein gutes Wort für ihn bei Barkeeper Madonna einzulegen. Ich
versprach ihm, mein Möglichstes zu tun. Wir zahlten, verabschiedeten
uns von der Crew des Burgtorclubs und gingen zu fünft ins Don: Bine,
Marion, Christian, Sophie und ich. Ich sprach mit Madonna, ob es in
Ordnung ist, dass Christian hier ist und natürlich war es kein Problem,
denn Madonna konnte sich ohnehin an nichts mehr erinnern. Damit war
Christians Hausverbot offiziell aufgehoben und mein Job war
erledigt.😇
Es war an dem Abend ganz gut was los. Sita, die ich nun auch
schon seit über einem Jahr kenne, war auch da und saß auf der Bank
links an der Theke. Ich begrüßte sie aus der Ferne, über die Köpfe
mehrerer anderer Gäste hinweg. Wir organisierten uns etwas zu
trinken. Franka legte gute Musik auf und wir alle tanzten wild und
ausgelassen.
Ein Joint machte ebenfalls die Runde und Bine bekam gar nicht
genug davon. Immer wieder sollte ich daran ziehen und ihr den Rauch
in den Mund blasen. Ich war schon ganz schön bedröhnt, konnte aber
der süßen Bine nicht widerstehen. Dabei habe ich es wohl ein wenig
übertrieben, denn nach einer Weile wurde mir ganz schwummerig und
ich sank an die Wand gelehnt langsam zu Boden der Tanzfläche. Ich
musste mich einfach hinsetzen, sonst wäre ich wohl umgefallen.
Sofort waren alle für mich da. Bine hielt mich im Arm. Franka kam
an, um nach dem Rechten zu sehen und mir ein Wasser zu bringen. Sita hielt
den betrunkenen Christian davon ab, immer wieder
an meinem Arm zu ziehen, weil er wollte, dass ich aufstehe. Aber ich
brauchte eine kurze Pause weil ich immer noch leicht benebelt war.
Nach einer Weile meinte irgendwer, ich solle besser nach Hause. Jemand rief
ein Taxi und Bine und Mary halfen mir dabei, aufzustehen und vor die
Tür zu gehen. Dort setzte ich mich auf den kleinen Treppenabsatz und
wartete auf das Taxi. Die liebe Bine wich die ganze Zeit nicht von meiner
Seite.
Als das Taxi kam wollte der Fahrer mich in dem Zustand nicht
mitnehmen. Bine und ihre Freundin Mary erklärten sich spontan
bereit, mich bis nach Hause zu begleiten. Bine brachte mich noch bis
an die Haustür. Ich drückte ihr 50 Euro in die Hand, denn sie sollte
nicht das Taxi für mich bezahlen müssen. Dann dankte ich ihr für
alles und drückte sie nochmal ganz fest, bevor ich die Tür aufschloss
und mein Haus betrat. Ich habe mich dann noch schnell abgeschminkt
und bin direkt ins Bett.
16. Februar 2026: Rosenmontag in Köln
Jane, Kathy und ich wollten am Rosenmontag wieder nach Köln
fahren. Letztes Jahr
hatten wir dort auch viel Spaß. Doch dieses Jahr sollte es anders
kommen.🫢
Nach meinem kleinen Absturz am Samstag, ging es mir am Sonntag
vor Rosenmontag wieder gut. Am Abend stellte ich gerade mein Kostüm aus meinem
Fundus zusammen. Mein Wahl fiel auf einen petrolfarbenen langen
Stufenrock im Gypsy-Style und einen Body mit schwarz/weiß/rotem
Blumenmuster und extra tiefem Ausschnitt, den ich mit meiner
Brustplatte aus Silikon angemessen füllen wollte. Die Blicke vor
allem der männlichen Karnevalisten wären mir sicher gewesen.😏
Doch während ich so vor meinem Kleiderschrank stand, bemerkte ich
auf einmal einen stechenden Schmerz in meiner linken Flanke.
Zunächst dachte ich, das hätte mit meiner Verdauung zu tun, doch
auch ein Gang zur Toilette brachte keine Linderung. Ganz im
Gegenteil. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Schmerz immer
intensiver, bis ich schließlich meine Frau darum bat, den Notarzt zu
rufen.
Das
Ende vom Lied war, dass ich mit dem Krankenwagen ins
nächste
Krankenhaus eingeliefert wurde. Dort wurden Nierensteine
diagnostiziert. Mir wurden starke Schmerzmittel verabreicht, damit ich die Nacht überstehe.
Das weibliche Krankenhauspersonal hat einvernehmlich bestätigt, dass
Nierensteine schmerzhafter als eine Geburt sein können. Direkt am nächsten Tag (Rosenmontag) wurde
ich unter Vollnarkose operiert. Auch die Zeit nach der OP war äußerst unangenehm
und nur mit starken Medikamenten zu ertragen. Ich war mehrere Wochen krank geschrieben.
Jetzt geht's mir wieder gut, aber die Nierensteine haben
bleibende Spuren
hinterlassen: Sobald ich zu wenig trinke, spüre ich wie dieses
Stechen in den Nieren. Das einzig Positive daran ist, dass ich nun eine
eingebaute automatisch Erinnerungsfunktion habe und so schnell nicht
vergesse, ausreichend zu trinken.😉
Für alle, die das (noch) nicht haben, hier noch ein gut gemeinter Rat
von mir:
