Mina K.
Zwischen zwei Welten

50. Besuch im Burgtorclub

11. Oktober 2025

Die Rock-Coverband Harter Hans spielte heute in der Kulisse in Castrop-Rauxel spielte heute. Meine Frau und ich kannten die Band bereits, denn sie haben schon zweimal bei einer Gartenparty meiner Schwester gespielt. Dem Anlass entsprechend trug ich eine schwarze Netzstrumpfhose, einen enganliegenden Kunstlederminirock, ein T-Shirt mit Leopardenmuster und der Aufschrift "Wild" vorne drauf, meine schwarzen Lederstiefeletten und meine schwarze Lederjacke.

Maryon und Jacqueline wollten eigentlich auch kommen. Sie waren sogar zusammen mit Mareike um etwa 19 Uhr dort. Zu dem Zeitpunkt war allerdings noch nicht sehr viel los und ein paar Rentner mit Rollatoren haben sie soweit abgeschreckt, dass sie wieder gegangen sind, bevor wir um kurz vor acht ankamen. Das war schade, denn es wurde ein ziemlich geiler Abend. Wir hatten etwas leckeres zu essen, ich hatte drei Wildberry-Lillets und die Band hat ordentlich abgerockt.

Der Leadsänger der Band hatte uns sogar wieder erkannt und begrüßte uns, als wir uns zufällig über den Weg liefen noch bevor es losging. Ich vermute allerdings, dass er in erster Linie meine Frau erkannte, denn ich sah bei unsere letzten Begegnung ein wenig anders aus als jetzt.🤭

Nach dem Konzert sind wir zum Burgtorclub gefahren, wo wir um etwa 23 Uhr ankamen. Es war noch nicht sehr viel los. Mandy war schon da und wir begrüßten uns herzlich. Etwas später trudelte auch Rabea ein und wir gesellten uns alle an den Tisch von Mandy und ihren Bekannten. Rabea erzählte begeistert von ihrem ersten professionellen Fotoshooting.

Im Laufe des Abends tauchten noch mehr bekannte Gesichter auf und sorgten für weitere kleine Geschichten:

Meine Frau, Jacqueline, Maryon und Rabea sind irgendwann vorzeitig nach Hause gefahren, aber ich bin bis zum Schluss geblieben. Am Ende des Abends fragte mich Jane noch, ob ich mit ihr noch zu Katie nach Hause fahren wolle. Christian würde auch mitkommen. Doch Katies Wohnung war in der Funkenburg-Siedlung und das war mir zu weit. Ich wollte lieber nach Hause.

Doch dann verabredeten Mandy und Lisa sich im Don-Club. Lisa wollte sie gleich dort abholen, wenn sie hier fertig wurde. Aber Mandy war sich unsicher, alleine dorthin zu gehen. Daher begleitete ich sie noch. Zum Dank gab sie mir im Don-Club ein Frankenheim Blu aus. Sie meinte, sich das leisten zu können, weil sie im Burgtor nicht viel bezahlen musste da ihr immer wieder jemand einen ausgab.

Wir unterhielten uns über den Don-Club und ich berichtete ihr von meinen Erfahrungen hier. Ich erklärte, wie sie es hier mit dem Bezahlen handhabten und beschrieb, wie ich die Barkeeper Madonna, Franka und Bodo bisher erlebt hatte und riet ihr, besonders Madonna gegenüber nicht zu frech zu werden. Wir waren uns beide darin einig, dass uns das Burgtor am Ende aber besser gefiel.

Nach einer Weile tauchte Lisa auf und bekam ebenfalls ein Blu auf Mandys Kosten. Wenn die beiden nicht gerade miteinander rummachten und knutschten, unterhielten wir uns zu dritt. Unter anderen ging es um schwierige und unbeliebte Personen und Lisa meinte, Christian sei so einer. Ich brach für ihn eine Lanze und verteidigte ihn, denn eigentlich habe ich ihn als lieben, netter Kerl kennen gelernt, der allerdings ein paar Macken hatte, die ihn häufig anecken lassen. Ich würde ihn als neuro-divers bezeichnen und habe gelernt, solche Leute nicht auszugrenzen, sondern so zu nehmen, wie sie sind.

Dann erzählte Mandy von ihrem Coming-Out bei ihrem Arbeitgeber, einem Betrieb mit 1500 Mitarbeitern. Sie hatte jetzt sogar über die Personalabteilung ihre E-Mail-Adresse auf Mandy ändern lassen und ein Profilbild von ihrem Instagram-Account hochgeladen. Nur die Lohnabrechnung musste aus rechtlichen Gründen noch über den Namen Philipp laufen, denn eine Personenstandsänderung hatte Mandy noch nicht beantragt. Sie erzählte dann noch ein paar weitere pikante Details aus ihrem Arbeitsumfeld. Am Ende waren Lisa und ich beide der Meinung, dass Mandy bei ihrem Coming-out in ihrem Job möglicherweise ein wenig übers Ziel hinausgeschossen sei, als sie ihrem Chef ein paar sexy Bilder von sich geschickt hatte. Er könnt es falsch verstehen und wir rieten ihr zu mehr Vorsicht im Job.

Lisa, Mandy und ichWir haben noch ein Selfie gemacht und traten zu dritt den Heimweg an, zumindest bis zu Seitenstraße neben dem Burgtorclub, denn dort stand Lisas Auto. Sie nahm Mandy mit zu sich nach Hause.  Ich verabschiedete ich mich von den beiden und ging dann wie immer gemütlich zum Taxistand am Hauptbahnhof, rauchte mir unterwegs noch eine Zigarette und fühlte mich gut.


Ende ?


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