Mina K.
Zwischen zwei Welten

Siebzehnter Besuch im Burgtorclub

30. April 2024 ("Tanz in den Mai")

Zum Tanz in den Mai hatte der Burgtorclub ausnahmsweise an einem Dienstag geöffnet. Meine Frau und ich verabredeten uns mit Marion, Jacqueline und Christel. Per WhatsApp habe ich noch Rabea über unser Vorhaben informiert und sie wollte ebenfalls dazustoßen.

Das erste Mal nach Wochen und Monaten war es nicht mehr so kalt wie zuvor und die Thermostrumpfhose konnte endlich im Schrank bleiben. Heute war eine hautfarbene Feinstrumpfhose mit 40 den völlig ausreichend. Dazu trug ich mein kurzes grünes DKNY-Kleid und meine weißen Missy Rockz.

Um kurz vor 23 Uhr betraten wir den Club und begrüßten Ulla sowie unsere Freunde, die bereits den Tisch hinten links in Beschlag genommen hatten. Wir verbrachten einen netten Abend zusammen mit Gesprächen, Tanz und Alkohol. Ich verzichte diesmal darauf, über alle möglichen Kleinigkeiten zu berichten, die an diesem Abend passiert sind, doch zwei lustige Begebenheiten möchte ich dennoch nicht unerwähnt lassen.

Getreu dem abendlichen Motto, habe ich heute ziemlich oft das Tanzbein geschwungen, meistens gemeinsam mit Marion, Rabea oder meiner Frau, manchmal aber auch alleine. Ein ziemlich beleibter Mann mit Biolatschen wurde auf uns aufmerksam und gesellte sich im Laufe des Abends immer wieder mal zu uns auf die Tanzfläche. Aufgrund seines Körperumfangs nahm er dabei ziemlich viel Raum ein, so dass uns Mädels manchmal nur wenig Platz blieb. Doch er konnte sich erstaunlich gut bewegen und schien ein ganz netter Typ zu sein. Ich machte eine Bemerkung darüber, wie leichtfüßig er unterwegs war und er grinste. Im Laufe des Abends tanzten wie bestimmt drei- oder viermal zusammen. Als er nach Hause ging, verabschiedete er sich von mir und stellte sich noch als Sascha und seine Begleiter als Dirk und Christoph vor.

Die andere Begebenheit begann draußen vor der Tür, als ich mir Marion eine Zigarette rauchte. Dort war ein Mann in einem blauen Hemd, der ungefähr in meinem Alter war. Wir kamen irgendwie ins Gespräch und unterhielten uns eine Weile, bis zwei junge Schwule dazu stießen, die wohl ein Auge auf Blauhemd geworfen hatten. Es entbrannte eine amüsante Diskussion darüber, wer wohl wie alt war. Amüsant war es zum einen, weil die Jungs sehr schlecht im Schätzen waren und außerdem zu betrunken, um sich noch klar artikulieren zu können. Blauhemd und ich schätzten ihr Alter korrekt auf Mitte 20/Anfang 30, doch sie lagen bei uns völlig daneben.

Blauhemd ging als bald wieder hinein und einer der beiden Jüngeren, der ein weißes T-Shirt trug, wandte sich mir zu. Lallend fragte er mich, ob ich eine Frau oder ein Mann sei und ich klärte ihn wahrheitsgemäß über Mina auf. Er hieß Björn und entschuldigte sich mehrfach dafür, dass er so betrunken sei. Außerdem stellte er noch weitere Fragen nach meinen langen Fingernägeln, meinen Brüsten und was ich zwischen den Beinen hätte.  Es war irgendwie witzig, als er fasziniert meine Hände hielt und eingehend von allen Seiten betrachtete. Meine Silikonbrüste hatten es ihm besonders angetan und ich erlaubte ihm, sie kurz anzufassen, worauf er grinste wie ein Honigkuchenpferd. Nur in den Schritt fassen durfte er nicht.

Ich zeigte ihm stattdessen meine Ehering. Er konnte kaum glauben, dass ich verheiratet und meine Frau auch hier war, also gingen wir rein und ich stellte sie ihm kurz vor. Er war schwer beeindruckt von der ganzen Situation, überschüttete mich mit Komplimenten und entschuldigte sich erneut dafür, dass er so betrunken sei. Doch ich meinte nur, das sei schon in Ordnung und er er sei auch ganz in Ordnung. Selig grinsend wankte er wieder zu seinem Freund an die Bar.

Nach einer Weile verabschiedete sich Blauhemd freundlich von mir, als er nach Hause ging. Als wir uns auch allmählich auf den Weg machen wollten, verabschiedete ich mich noch von Björn. Er hatte es in knapp einer Stunde tatsächlich geschafft, noch betrunkener zu werden und brachte keinen geraden Satz mehr heraus. Ich wünschte ihm einen guten Heimweg und sagte ihm und seinem Kumpel, sie sollten beide aufeinander achtgeben.

Nachdem wir bezahlt hatten, habe ich noch kurz mit Lisa gequatscht und nach Lilith gefragt. Ihre OP ist gut verlaufen und es ging ihr gut. Lisa fährt am nächsten Montag nach Hamburg, da Lilith am Dienstag entlassen wird. Ich richtete ihr herzlichste Grüße aus und wir fuhren um kurz vor fünf nach Hause.


Ende (vorläufig 😉)


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